Pflege von Akkus
- Erstellt:
- Mittwoch, 28. Januar 2009
- Letzte Bearbeitung:
- Mittwoch, 28. Januar 2009
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Antwort
Anbei einige gesammelte Tipps von Herstellern (und die müssten es ja eigentlich wissen), wie Sie Ihre Akkus am besten Pflegen und worauf Sie beim Gebrauch achten sollten:
- Tipp 1: Zykeln als Verjüngungskur
Werden Nickelmetallhydrid-Akkus über längere Zeit nicht vollständig entladen, "ermüden" sie, d. h. die entnehmbare Kapazität nimmt nach und nach ab. Dieser Effekt ist weitaus weniger dramatisch als der Memory-Effekt, der früher bei Nickel-Cadmium-Akkus auftrat. Zudem kann er problemlos durch so genanntes "Zykeln" wieder behoben werden: Der Akku wird einfach von Zeit zu Zeit vollständig entladen und wieder aufgeladen, zwei- bis dreimal hintereinander. Angebracht ist das vor allem bei Zellen, die immer wieder nur kurzzeitig in Anspruch genommen oder permanent überladen werden: So wird der Ermüdung vorgebeugt - oder der Akku wieder zur fast vollen Leistungsfähigkeit gebracht. - Tipp 2: Lagern bei konstanter Temperatur
Wenn die Kamera/Lampe über längere Zeit nicht genutzt wird, gilt sowohl für Nickelmetallhydrid- wie Lithium-Ionen-Akkus: Aus dem Gerät nehmen und bei trockenem Klima und konstanter, nicht zu hoher Temperatur, z. B. Raumtemperatur, lagern. Denn auch im ausgeschalteten Gerät kann ein geringer Strom fließen. Sinkt die Akku-Spannung unter die Entladeschluss-Grenze, kommt es zur Tiefentladung und irreversiblem Kapazitätsverlust. Bei längerer Lagerung sollten Akkus alle sechs oder spätestens alle zwölf Monate nachgeladen werden. Das gilt vor allem für Lithium-Ionen-Akkus, da die integrierte Elektronik auch in unbenutztem Zustand Strom verbraucht und die Gefahr einer Tiefentladung besteht. - Tipp 3: Im Gerät ist Mischen verboten
Was viele nicht wissen: Sollen Akkus maximale Leistung bringen, ist der "bunte Mix" tabu. Das heisst, man sollte niemals Zellen verschiedener Technologien, Hersteller, Kapazitäten oder Ladezustände in einem Gerät vereinen. Der Grund: Die schwächste Zelle im Verbund reisst die Gesamtperformance nach unten. Mit jedem Zyklus sinkt ihre Kapazität im Verhältnis schneller als die der anderen Akkus - sie gibt wesentlich früher den Geist auf. - Tipp 4: Das richtige Ladegerät wählen
Wenn das Ladegerät nichts taugt, nützt die ganze Akku-Pflege nichts. Billige Ladegeräte besitzen häufig keine Abschaltvorrichtung. So laden sie mitunter weiter, obwohl die Akkus bereits voll sind. Die Folge: Dauerhafter Kapazitätsverlust. Deshalb stoppen gute Ladegeräte den Ladevorgang mit Hilfe von Zeit- und/oder Temperaturmessung rechtzeitig. Ladegeräte für Schnellladung ermitteln das Ladeende besonders präzise, indem sie den Verlauf der Akku-Spannung kontrollieren. Anschließend schalten sie automatisch auf Erhaltungsladung um. So bleiben die Akkus immer bei voller Energie - und bereit für den nächsten, gelungenen Schnappschuss.




